Das Baskenland (Euskal Herria)

OK, da waren wir vielleicht etwas naiv, als wir dachten dass man das Baskenland mal so auf der Durchreise verstehen und erleben könnte. Als wir völlig unvorbereitet in eines der ungewöhnlichsten Gebiete Europas reisten, waren wir dann doch etwas überfordert von der Präsenz der politischen Situation dort. Wer denkt schon groß über so etwas nach, wenn man gerade bei 30°C in wunderschöner Landschaft zwischen den kilometerlangen Sandstränden Frankreichs und den tollen Badebuchten Nordspaniens die Serpentinen der Küstenstraßen entlang fährt. Das Baskenland ist definitiv nichts für Zwischendurch. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nach der Durchreise nicht einmal ganz sicher, ob das Baskenland überhaupt das Richtige für Touristen ist. Sollte man wirklich in ein Gebiet reisen in dem Menschen umgebracht werden um politische Ziele durchzusetzen?
Unabhängig von der politischen Situation dort ist das Baskenland schon etwas Besonderes. Sobald man hineinfährt, ändert sich schlagartig alles. Angefangen von der Sprache, den Parolen an den Wänden, den Baskenland-Fahnen überall, der landschaftlichen Veränderung, dem ausgeprägten Küstenschutz, bis hin zu den Bewohnern, bei denen man nicht weiß ob sie einem einen schönen Tag oder dich zur Hölle wünschen. Wir stellen das Baskenland an dieser Stelle mal hinten an und verbleiben mit schönen Impressionen unserer Durchreise. Aber wir kommen wieder, bestimmt! Nächstes mal besser, oder besser „auf alles“, vorbereitet und mit ausreichend Zeit, die das Baskenland bestimmt verdient hat und die man benötigt um zu verstehen, was dort eigentlich los ist.

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