Die Highlands der Isle of Skye, Schottland

Nach Schottland, mitten in die Highlands der Isle of Skye hat mich der Wunsch getragen meiner Mutter einen Wunsch zu erfüllen. In Form eines Geschenkes unter dem Weihnachtsbaum versprach ich meiner Mutter und mir eine mehr oder weniger unvergessliche Reise. Während ich am liebsten meinen Rucksack durch die Welt trage, mag meine Mutter es gern in der Heimat zu sein und deshalb sollte dies auch ein Abenteuer für sie werden. Das heißt: Übernachtung in einem Dorm und lange Busfahrten. Bevor wir uns allerdings in die Mythen und Märchen der Highlands begaben, verbrachten wir ein paar Tage in Edinburgh. Hier fühlt man sich in eine Zeit versetzt, die man nur aus dem Geschichtsunterricht kennt und die etwas verwunschenes in sich birgt. Handschuhe und ein hochgeschlagener Kragen sind Merkmale für die kalten Tage in der schottischen Hauptstadt. Zum Tee lassen wir uns in eines der vielen kitschig eingerichteten Café´s nieder, wo wir schließlich Scones mit „Jam and Cream“ verputzen. Hier lassen sich alle Varianten von Teepflanzen genießen plus Einweisung in die Art des Brühens.

Dann geht es los und nach vielen Stunden begrüßen uns schneegepuderte Bergspitzen, die nach und nach immer grüner werden. Für die nächsten Nächte lassen wir uns in dem gefühlt buntesten Haus nieder welches die größte Insel an der schottischen Westküste zu bieten hat. Zwei in die Jahre gekommene Männer führen das liebevoll und gemütlich eingerichtete Hostel in Portree. Leider erschwert der starke schottische Akzent ein Gespräch, was aber nicht weiter schlimm ist. Um die Insel zu erkunden entscheide ich mich für eine geführte Tour. Letztendlich sind wir zwei beiden an diesem Tag die einzigen und somit haben wir freie Wahl zwischen den vielen, wunderschönen Naturspektakeln, Burgen und Feentümpeln. Unser Guide ist eine wunderbar witzige und etwas verwirrt scheinende Dame im mittleren Alter. Zu Anfang stellt sich heraus das sie in all der Eile ihren Mantel vergessen hat. Wir helfen aus mit Schal und Pullovern. Was folgt ist ein wunderbarer Tag, der nicht wie auf einer geführten Tour üblich, einem strengen Zeitplan folgt, sondern sich ganz gemächlich in Zeit und Raum verliert.

Was sich vor uns entfaltet ist Natur in all ihrer Gewalt, Schönheit und Farbvielfalt. Wir sehen soviel von diesen erstaunlichen Formationen von Bergen, Hügeln und Meer dass mir am Ende entfällt wie manche von den verschiedenen Ecken heißen. Zwei Stellen auf der Insel, die mir ganz besonders in Erinnerung geblieben sind ist „Neist Point“ und das „Eilean Dornan Castle“, welches an einer Meeresbucht gelegen ist und auf einer kleinen Insel zu schwimmen scheint. Point Neast ist für mich fast ein Symbol für Ruhe, Gleichmut und Rückzug. Der Leuchtturm, welcher auf dem Rand des Felsens erbaut wurde, richtet sich der Weite des Meeres entgegen und scheint als hätte er nichts mit dem Rest der Welt zu tun. Ähnlich dramatisch wie die schottischen Highlands ist auch das Wetter. Der Wind ist in manchen Momenten so stark, dass man befürchten muss abzuheben, wenn man sich nicht irgendwo festhält.

Dick eingepackt und mit müden Augen vom Wind machen wir eine kleine Rast in einem winzigen Café, welches im Vergleich, mit riesigen Stücken Kuchen und Torte lockt. Dazu gibt es eine Tasse hausgemachte, heiße Schokolade und private Anekdoten unserer charmanten Fahrerin.

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