Kultur in Malaysia

Auf meiner mehrmonatigen Tour durch Südostasien verbringe ich einen Teil meiner Zeit in Malaysia, insbesondere in George Town, der Hauptstadt der Insel Penang. Wer es nicht weiß und interessiert ist, es von nun an zu wissen: Georgetown gehört zu den kulturfreundlichsten und kulturversessensten Orten auf diesem Erdball! Die Bewohner und Besucher auf Penang können sich vor dem Angebot an Theaterstücken, Konzerten und Festivals, die verschiedenen Künste vereinen, kaum retten. Somit sind meine Tage gefüllt mit mehr oder weniger kulturellen Unternehmungen.

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, neben all der bunten Vielfalt: Essen! Das fällt hier weder dem Magen noch dem Geldbeutel schwer. Nicht nur an jeder Ecke, sondern generell soweit das Auge reicht, findet man Straßenstände, die meist ein oder zwei Spezialitäten aus der chinesischen, malayischen und/oder indischen Küche servieren. Scharfe Suppen, Currys, frische Säfte und süße Kuchen und Puddings.

Auch wenn meine Reise nach Georgetown schon ein wenig zurückliegt, die Reiseerinnerungen an diesen Flecken der Erde gehören zu meinen schönsten. Hier habe ich nicht nur entspannte Tage in brütender Hitze verbracht, sondern auch gleich ein paar unvergessliche Reisebekanntschaften gemacht. Unter anderem gehören dazu ein chinesischer Medizinmann und Kung Fu Meister (Ang) sowie der Rezeptionist des Hostels, in dem ich gewohnt habe. Sam ist sein Name und auch nach vier Jahren sind wir immer noch im Kontakt. Wenn ich in meinen Erinnerungen wühle, wie in einem großen Koffer voller Postkarten und alter Schnappschüsse, blitzen bunte Bilder auf. Da sind die tollen und weltbekannten Streetart Motive, die Georgetown verzieren und zu einer Art Schnitzeljagd einladen. Zum anderen, die kleinen und bunten kolonialen Häuser, die neben kleinen Lebensmittelläden und Friseursalons auch Ateliers beherbergen. Nicht zu übersehen sind all die Tempel, die zu verschiedenen chinesischen Clans gehören. Morgens besuche ich den Tempel in dem Ang meditiert und mir jeden Tag etwas neues über Penang erzählt. Es gibt viele Projekte in der Stadt, die er unterstützt oder die von ihm selbst gegründet wurden. Dazu gehört unter anderem „Penang Cheshire Home“, ein Zentrum und Wohnheim für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Mit Sam sitze ich meistens auf dem Roller und erkunde die Insel in einem etwas anderen Tempo. Es gibt verschiedene Möglichkeiten kleinere Wanderungen in der Umgebung zu unternehmen. Es lohnt sich einen Ausflug an den Monkey Beach zu machen, wo es neben den vielen Affen auch schöne Plätze zum schwimmen gibt. Abends ist es in den Straßen Georgetown ein bisschen wie auf dem Rummel, denn all die Girlanden, Lichter und Garküchen lassen sich wie ein großes Straßenfest auf einem Foto einfangen. Wenn dann noch die Musik von einem der chinesischen Theaterstücke unter freiem Himmel herüberschallt, dann wirkt der Zauber eines anderen Kontinents.

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