Fixed und fertig

Wären wir nicht wir hätten wir wahrscheinlich den kompletten Sonntag im Gras im Schatten gelegen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Da wir aber wir sind, hält es uns nicht lange an einem Fleck. Und baumeln…pfff – laaaaaangweilig! Also zurück in den Sattel und aus dem wunderschönen botanischen Garten  Kirstenbosch  einmal um den Tafelberg herum. Dazu muss man wissen, dass die Gegend um den Tafelberg so einiges an Steigungen zu bieten hat. Nicht umsonst ist Rennrad fahren eine beliebte Sportart der Südafrikaner. Oder aber Mountain Biking – bietet sich ja an, bei den Bergen. Da wir aber wir sind, haben wir weder ein Rennrad noch ein Mountainbike um die fiesen, endlosen ‚bergauf Hürden‘ zu überwinden. Wir Stadtkinder fahren Fixie! Da ist bergab wenigstens noch anstrengender als bergauf!

Im Endeffekt war die Tor allerdings wunderschön. Von Kirstenbosch sind wir über den Constantia Nek nach Hout Bay gefahren. Eigentlich um beim berühmtesten Fish Imbiss Kapstadt’s die Kräfte aufzufrischen. Der Plan wurde allerdings von einer Schlange bis nach Bagdad durchkreuzt.

Anstehen ist nicht mein Ding, also auf den Fisch verzichtet und sich wieder auf den Weg gemacht. Von Houtbay nach LLundadno hoch ist mehr als eine Mission. Meine Gedanken schwankten bei jedem Tritt von weiter, weiter, weiter zu Bier, Bier, Bier. Ist man dann oben fühlt man sich wie ein König. Wenn man wieder zu Atem gekommen ist.

Im Endeffekt sind wir ’nur‘ 50 Kilometer gefahren, hat sich aber locker  angefühlt wie 100. Ich bin so müde ins Bett gefallen wie selten, aber die Anstrengung hat sich gelohnt.

Es gibt fast nix besseres als sich einen Berg hochgearbeitet zu haben und oben auf einen Obststand zu treffen. Niemals schmeckt ein saftiger Pfirsich oder eine Banane besser.

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