I love IRELAND

Jeder kennt das. Jeder hat das. Die eine Reise, die einen nicht loslässt. An die man immer wieder denken muss und die Erinnerungen geschaffen hat, die so fühlbar sind, dass man nur kurz die Augen schliesst und wieder dort ist, an dem Ort der einem magisch vorkommt. Reisen ist immer ein bisschen so. Weil es etwas ist, das jenseits des geregelten Lebens abläuft. Wir sind viel offener, weil die Dinge neu und anders sind und viel mehr wahrgenommen werden, als der tagein tagaus Trott, der keinerlei Aufmerksamkeit bedarf.

Ich bin schon viel gereist und für die meisten sieht eine Traumreise ins Paradis wohl nach weißem Sand und türkisem Wasser aus. Nach brauner Haut und Cocktails unter Palmen. Mein Paradis ist regnerisch, grau, grün, feucht und neblig – es riecht nach Torf, Feuer und nasser Erde und ist bei weitem nicht mit gebräunter Haut zu verbinden. 3 Wochen in Irland haben mich umgehauen, wie meine erste Liebe und ich kann mich bis heute nicht der Gänsehaut entziehen, die mich packt, wenn ich an Irland denke. An die unfassbare Schönheit der Landschaft, an die verflixt flinken Wechsel aus Sonne und Regen, aus Sturm und Stille und die fantastischen Regenbogen, die Momenten ein eine sonderbar vergängliche Ewigkeit verleihen.

Ich liebe nicht nur das Land – ich liebe auch die Iren. Jeden einzelnen – für die unerwarteten Freundlichkeit Fremden gegenüber, für den Klang der Sprache, die an Elfen erinnert und für den Mut, bei einer 100% Regenwahrscheinlichkeit Spray Tan aufzutragen! Und für die Geschwindigkeitsbegrenzung 100 in 90 Grad Kurven, die man niemals mit 100 durchfahren wird.

Ireland hat eine Ausstrahlung, die mich vollkommen in den Bann gezogen hat und wenn ich es mir aussuchen darf, ziehe ich einen weiteren irischen Roadtrip allen weissen Stränden, blauen Lagunen und Cocktail Bars dieser Welt vor.

Bilder&Text: Lena Jacobsen

 

Kommentieren