Roadtrip: Schweden, Öland

Auf Öland veränderte sich das Tempo meiner Reise. Ich war angekommen. Die Insel lag verwaist in der Ostsee, als würde sie sich gerade vom vergangenen Sommer erholen. Die Orte, an denen ich mich dort aufhielt, waren meist menschenleer. Ab und zu traf man mal ein paar Pilzsammler oder Vogelbeobachter, ansonsten hatte ich die Wälder, Strände und Wellen für mich. Was ich bei meiner Abreise nicht bedacht hatte, war die Zeitumstellung. In Schweden wurde es inzwischen um ca. 17.00 Uhr dunkel. Nicht Hamburg-dunkel sondern schwarz. Die Abende waren entsprechend lang, so ganz alleine manchmal zu lang, und als die Dunkelheit langsam anfing mich zu nerven und ich vollkommen ausgeschlafen um 4 Uhr morgens aus den Fenstern meines Busses schaute, verzogen sich die Wolken am Himmel. Ich lag inmitten eines Sternenmeeres, das von Unten und Oben zu sprechen lächerlich werden ließ. Raumschiff!


Öland bekommt hier bei Gelegenheit nochmal einen gesonderten Artikel. Dort gab es soviel Schönes zu entdecken, dass mir die Abreise besonders schwer fiel. Als ich nach ein paar Tagen anfing mich mit mir selber zu unterhalten, musste ich weiter. Unter Leute! Ich entschied mich, nicht noch weiter die Ostküste entlang zu fahren, sondern die Seite zu wechseln. Ab an die schwedische Westküste. Nächster Halt: Varberg.

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