Das kleine Abenteuer

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Ich war schon immer abenteuerlustig. Das wird sich wohl dieses Leben auch nicht mehr ändern. Das einzige was mich davon abhalten kann irgendwo ein Abenteuer zu suchen ist ein Kater nach einem Festivalbesuch oder ein (Frei-)Zeitraum der lediglich von Samstagnachmittag bis Sonntag reicht. Am Samstag kam beides auf einen Tag. Schlechte Voraussetzungen für das große Abenteuer.

Zum Glück gibt es ja auch noch „das kleine Abenteuer“, dachte ich bei einem Frühstück weit nach Mittag und fasste den Entschluss mir einfach mal wieder ein paar Orte in Norddeutschland anzusehen. Ich erinnerte mich an einen Strand, an den die Sommerurlauber nicht kommen und an einen Ort von dem mir neulich ein Freund beim Gin-Tonic erzählt hatte. Der Wind kam aus der richtigen Richtung und ich rollte aus der Stadt.

Es war Hochsommer aber an einem Samstagnachmittag fuhr kein Mensch mehr ans Meer. Ein bisschen am Strand herum gesessen und gebadet. Ein paar Wellen gesurft und einen Sonnenuntergang mit Grillspaß genossen. Ich hätte auch wieder nach Hause fahren können und wäre zufrieden gewesen.

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„Das kleine Abenteuer kann sich so groß anfühlen“, dachte ich, als ich am nächsten morgen an einem anderen Strand lag und dabei zusah wie die Wellen von Stunde zu Stunde größer wurden. Am späten Nachmittag verscheuchte mich ein Wolkenbruch vom Strand und fast hätte ich mich in den Rückreisestau der vor dem Regenschauer fliehenden Ostseeurlauber eingereiht, hätte nicht Malte angerufen und angekündigt, dass er für den Abend nochmal vorbei schauen würde. „Das ganz ganz kleine Abenteuer“, dachte ich und war mir sicher dass es sich für ihn bestimmt nicht klein anfühlen würde, weil es sich immer lohnt vor die Tür zu gehen.

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