Der wärmste Tag des Jahres

Da war er endlich, der wärmste Tag des Jahres. Einer der wenigen Tage, an denen das Meer von Hamburg aus viel weiter entfernt ist, als der Weg in Kilometern verspricht. Halb Hamburg fuhr an die Nord- oder Ostsee, die Autobahnen waren voll, wie immer bei sommerlichem Wochenendwetter. Hinzu kam diesmal, dass ein unbeliebter Stromanbieter ein beliebtes Radrennen in der Stadt veranstaltete, wodurch zahlreiche Hauptverkehrsstraßen gesperrt waren. Sollten wir mit dem Zug fahren? Nein, Travemünde war nicht was wir uns vorgestellt hatten, Sylt zu weit entfernt. Alle anderen Strände wären mit dem Zug zu kompliziert zu erreichen und wir waren spät dran, die letzte Nacht war lang.
Die aktuellen Verkehrsinfos machten uns wenig Hoffnungen, das Meer an diesem Sonntag noch von dessen zweitschönsten Seite zu Gesicht zu bekommen. Wenig Hoffnungen im Sinne von genau einer. Stau Richtung Lübeck auf der A1, Stau in Richtung Husum auf der A23 aber die A7 schien frei zu sein. Ein ungläubiges „OK“, kurz darauf hupte es vor der Haustür und der Bulli machte sich auf in Richtung Kiel. Unterwegs entschieden wir uns, den Weissenhäuser Strand anzusteuern, was sich als gute Idee herausstellte. Dort war es, vielleicht auch aufgrund des steinigen Strandes, nicht so voll und wir verbrachten einen schönen Tag mit baden, sonnen, unterhalten und essen. Sonntag der 19.08.2012 wird im SHINE Logbuch als „perfekt“ eingetragen. Naja, fast perfekt. Der wärmste Tag des Jahres endete, wie sollte es anders sein, im Stau. Das war uns auf dem Rückweg aber irgendwie egal.

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