Piratennest Helgoland

Ich kam früher wieder als erwartet. Nachdem mir Helgoland bei meinem ersten Besuch viel besser gefiel als ich es gedacht hätte, war es nur noch eine Frage der Zeit bis mein Schiff in Hamburg wieder ablegen würde. Der Hafengeburtstag war ein idealer Zeitpunkt unserer Stadt das Heck zu zeigen.
Da ich mich bei meinem letzten Aufenthalt hauptsächlich auf der vorgelagerten Insel „Düne“ bewegte, machte ich mich diesmal auf, das Oberland zu erkunden. Eine Idee die ich mit vielen anderen teilte, darauf sollte man als Tagestourist eingestellt sein.

Irgendwie herrlich mysteriös so ein Felsen mitten in der Nordsee bei typisch trübem Wetter. Beeindruckend, wie die Seevögel den roten Felsen belagern, wie die Einheimischen ihr Eiland durch Wellenbrecher so gut wie möglich vor den Winterstürmen zu schützen versuchen, wie die Seehunde mit den Wellen spielen. Beeindruckend auch, wie die Touristen auf der Insel einfallen, die Läden plündern und betrunken wieder ablegen. Ein sich täglich wiederholendes Schauspiel, in dem ich meine Rolle spielte.
Helgoland ist noch immer ein Piratennest. Es würde wohl niemanden wundern, wenn Klaus Störtebeker volltrunken mit einem „Funny Girl“ im Arm durch die kleinen Straßen liefe. Wer weiß, vielleicht sitzt er irgendwo in den unterirdischen Gängen der Insel und stapelt Touristentaler. Bis nächstes mal Klaus!

Kommentieren